Wir lieben Riesling.
Wir lieben Riesling. 

Jahrgang 2021: kühler und nasser Sommer bestimmt die Vegetation

 

Zur Zeit schlummern die meisten Weine noch in den Fuderfässern, bzw. Edelstahltanks und warten darauf in Flaschen abgefüllt zu werden. Wir nutzen die Zeit, um auf die vergangene Vegetationsperiode zurückzublicken.

Durch die kühlen Temperaturen im Frühling ging das Jahr sehr gemässigt los mit einem späten Austrieb Anfang Mai. Aber auch nach dem Austrieb stagnierte das Wachstum der Reben gefühlt wochenlang durch weiterhin milde Temperaturen.

Dies änderte sich schlagartig im Juni mit steigender Temperatur. Hier hätten wir auch gut und gerne ein Dutzend Hände mehr beschäftigen können, weil die Natur geradezu explosionsartig geschossen kam. Laubarbeiten, Pflanzenschutz, Beikräuterbekämpfung und Jungfeldarbeiten mussten irgendwie parallel bewältigt werden.

 

Im darauffolgenden Juli war der ganze Stress schnell vergessen. Die Starkregenereignisse am 13. und 14. Tag des Monats, verursacht durch das Tief "Bernd", haben Deutschland innehalten lassen und besonders das extrem betroffene Ahrtal erschüttert. Wir haben versucht unsere Kollegen an der Ahr zu untersützen, sei es durch Gitterboxenlieferungen, um die aus den Kellern gespülten Flaschen einzusammeln, Hilfspaketen die den Kollegen finanziell zugute kamen oder mit Manneskraft, als wir mit der gesamten Manschaft ins Katastrophengebiet gefahren sind, um die Weinberge der Winzer*innen dort auf Fordermann zu bringen. Gleichzeitig durften wir unsere eigenen Weinberge nicht vernachlässigen und die dortigen Sommerarbeiten vollenden.

 

Der September war dann im Gegensatz zum Rest des Jahres staubtrocken. 50l Regen weniger als im langjährigen Mittel fielen über den neunten und oft qualitätsentscheidenen Monat des Jahres. Daher konnten wir Anfang Oktober goldgelbe, gesunde Trauben nach Hause fahren.

Durch die vorherrschend kühl/nasse Vegetation über das Jahr fielen die Mostgewichte relativ moderat aus, sodass besonders die Kabinett- und Spätleseweine hervorragend gelungen sind. In der Spitze wird es mengenmäßig 2021 allerdings etwas dünn. So wird es in diesem Jahr nur jeweils ein Fass Auslese sowie Großes Gewächs geben. Nichtsdestotrotz sind wir sehr angetan von den Ergebnissen des Jahrgangs 2021. Sobald weitere Weine abgefüllt sind, erfahren Sie es hier.

Jahrgang 2020;  Zufriedenstellende Qualität bei guter Menge

 

Nach einem trockenen Winter ohne Schnee – es war der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 in Deutschland – brachte zwar der Februar ausgiebige Niederschläge. Aber im Frühjahr, vor allem im April und Mai, war es wieder zu trocken. Die Spätfröste Mitte Mai verursachten bei uns keine nennenswerten Schäden.

 

Während der Rebblüte Anfang Juni schlug die Witterung um, es war nass und kühl. Ende Juni brachten Gewitter örtlich ausgiebige Niederschläge bis hin zu Starkregen, viele Orte hatten aber keinen Regen. Auch der Juli war wieder extrem trocken und eine Hitzewelle Anfang August mit Temperaturen von mehr als 35 Grad sorgte für Sonnenbrandschäden an den Trauben. 

 

In den ersten drei September-Wochen erfolgte eine rasante Entwicklung der Trauben. Angesichts der schnell steigenden Mostgewichte und fallenden Säurewerte begann auch die Rieslinglese schon Mitte September.

 

Kerngesunde Trauben mit sehr guter Aromaausprägung

 

Aufgrund der heterogenen Wettersituation waren eine individuelle Ernteplanung und eine selektive Lese angesagt. Große Schwankungen der Reife gab es sogar innerhalb einzelner Weinberge. Dank unserem frühen Start am 14. September konnten wir reife und gesunde Trauben mit Riesling-typischer Säure ernten.

 

Fruchtig, aromatisch, sauber und sortentypisch – so lautet  unsere erste Bewertung bei der Verkostung der frisch gefüllten Weine.

 

 

Gute bis sehr gute Qualitäten bei kleiner Ernte beim Jahrgang 2019

Den Weingenieser wird es freuen: die Reife der Trauben war Dank des warmen Sommers wieder hervorragend. Die ersten filtrieten Weine sind sehr harmisch mit fruchtigen Aromen. Auch die Säuren der Weine passen sehr gut zum Körper dieser Weine.

Wermutstropfen für den Winzer: Die teilweise extreme Hitze im August verursachte viel Sonnenbrand, so dass wir dadurch einen Mengenverlust von ca. 30% zu verkraften haben.

Traubenlese 2019

Vom 23. September bis 18. Oktober haben wir unsere 2019er Ernte eingefahren. So trocken und warm der Sommer war, so naß und teilweise kalt war der Herbst. Unsere Lese wurde laufend von Regenschauer unterbrochen, aber die Mannschaft war trotzdem gut gelaunt.  

Die ersten Weine des Jahrgang 2018  schon gefüllt!!

 

Die extem frühe Lese macht es möglich, schon Weine aus dem Jahrgang 2018 zu präsentieren. Da der quantitativ kleine Jahrgang 2017 bei einigen Sorten zur Neige geht, haben wir uns daher entschlossen, diese Weine bereits jetzt auf die Flasche zu ziehen. Im Momenmt handelt es sich um die folgenden Weine:

2018 Blauschiefer Riesling Trocken

2018 Riesling Classic

 

Sie werden überrascht sein von der Ausgeglichenheit und Fülle dieser jungen Weine!

Impressionen Weinlese 2017

Klein aber fein, so könnte man den Jahrgang 2016 beschreiben

Am 1. November 2016 haben wir unsere Weinlese erfolgreich beendet. Bei sonnigem Wetter konnten wir unsere besten Trauben aus der Toplage Wehlener Sonnenuhr mit weit über 90° Ochesle einfahren. Die letzten sonnigen Tage haben die Qualität unserer Trauben nochmal deutlich verbessert. Freuen Sie sich auf einen mengenmäßig kleinen, aber qualitätsmäßig guten Jahrgang 2016. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass wir bei mindestens -7° unsere Eisweintrauben ernten können.

Die stielkranken und edelfaulen Trauben wurden bereits entfernt. Zum Schutz gegen die Vögel werden wir in den nächsten Tagen die Trauben mit einer Folie schützen.

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© Weingut Kerpen/Wehlen